Batteriewechsel bei Rauchwarnmeldern

Da die meisten Rauchwarnmelder nicht fest an das Stromnetz angeschlossen sind, ist die Stromversorgung essentiell. Rauchwarnmelder gibt es mit auswechselbarer und mit fest eingebauter Batterie.

Rauchwarnmeldern mit auswechselbarer Batterie

  • Die Batterie sollte bei jeder jährlichen Wartung ersetzt werden, was zu hohen Kosten führt. Die Lebensdauer eines Rauchwarnmelders beträgt in der Regel 10 Jahre. Wer in 10 Jahren  die Batterie jährlich tauscht, zahlt so rund 50,00 € nur für die Stromversorgung pro Rauchwarnmelder! Für diesen Preis gibt es hochwertige Rauchwarnmelder mit fest eingebauter Lithiumbatterie.
  • Sie müssen darauf achten, dass nur Batterien verwenden werden, bei denen das Haltbarkeitsdatum mindestens noch ein ganzes Jahr + 3 Monate Sicherheitsaufschlag in der Zukunft liegt
  • Sie sollten zu Ihrer eigenen Sicherheit ausschließlich hochwertige Batterien verwenden.
  • Beachten Sie den Temperaturbereich, der für die Batterie angegeben ist. Dieser sollte möglichst groß sein um Ausfälle des Rauchwarnmelders zu vermeiden.
  • Die auswechselbare Batterie kann zweckentfremdet werden. (Z. B. für die Fernbedienung des Fernsehers)

 

Probleme mit minderwertigen Batterien

Die Leistungsfähigkeit von Batterien ist temperaturabhängig. Bei niedrigen Temperaturen fällt die Leistung mancher minderwertigen Batterien überraschend schnell ab.

In vielen Wohnungen ist die Heizung auf Nachtabsenkung eingestellt. Die Heizung hört dann ab einer eingestellten Uhrzeit (z. B. ab 24:00 Uhr) und Temperatur auf zu heizen. Die Wohnung hält die Wärme je nach individueller Dämmung trotzdem noch für viele Stunden.

Wenn es dann in den frühen Morgenstunden kühler wird, kann die Leistung der Batterie so weit abfallen, dass der Rauchwarnmelder einen anstehenden Batteriewechsel meldet und Alarm schlägt. Das ist genau die Zeit, zu der viele Menschen besonders gut und tief schlafen. Wer jetzt schlaftrinken (und wütend wegen des „Weckers“) die Batterie aus dem Rauchwarnmelder nimmt und nicht sofort ersetzt, ist ungeschützt.

 

Rauchwarnmeldern mit fest verbauter Lithiumbatterie

  • Lithiumbatterien haben eine hohe Energiedichte.
  • Sie sind sehr lange Lagerfähig und haben nur eine geringe Selbstentladung.
  • Der weite Temperaturbereich für Lagerung und Betrieb ist ideal für Rauchwarnmelder.
  • Die Batterie kann nicht zweckentfremdet werden, weil sie fest verbaut ist.

 

Gemäß der DIN EN 14604 müssen Batterien für ein Jahr so viel Kapazität haben, das jede Woche (also 52 mal!) ein Funktionstest gemacht werden kann und die Batterie dann immer noch genug Energie hat, um einen Alarm für die Dauer von mindestens 4 Minuten auszugeben. Weiterhin muss die Batterie zu ihrem Lebensende hin noch so viel Kapazität haben, dass sie 30 Tage lang die Meldung ausgeben kann, dass der Batterietausch jetzt bald erfolgend muss.

Bei Rauchwarnmeldern ist das Zusammenspiel von Elektronik und Batterie entscheidend. Denn die Elektronik des Rauchwarnmelders muss das voraussichtliche Ende der Batterie abschätzen und rechtzeitig (30 Tage vorher) auf den anstehenden Batterietausch aufmerksam machen. Dieses Zusammenspiel klappt  besonders gut, wenn der Rauchwarnmelder die speziellen Eigenschaften wie z. B. die Leistungsabfallcharakteristik der Batterie kennt. Das ist bei fest eingebauten Batterien der Fall.

 

Fazit

Höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten Rauchwarnmelder mit fest eingebauter Lithiumbatterie.

 

Für Ihr individuelles Angebot über Rauchwarnmelder von BFW schicken Sie uns einfach eine Email an: rwm@bfw-gohl.de

Über den Autor:
Jürgen Sixt, Gebietsleiter BFW-Wärmedienst in Gärtringen
Selbstständiger Partner der BFW Friedrich Gohl GmbH in Stuttgart