Wie werden die Kosten für Rauchwarnmelder in WEG’s umgelegt?


Gemäß der Landesbauordnung (LBO) für Baden-Württemberg vom 19.03.2013 (Drucksache 15/3251) sind in Aufenthaltsräumen, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen und Rettungswege von solchen Aufenthaltsräumen in derselben Nutzungseinheit zwingend mit Rauchwarnmeldern auszustatten.

Der Einbau von Rauchwarnmeldern ist grundsätzlich Gemeinschaftssache. Die Rauchwarnmelder schützen vorrangig Personen, dienen aber auch der Sicherheit des gesamten Gebäudes.

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Kostenumlage der Rauchwarnmelder:

Umlage der Kosten für Rauchwarnmelder nach Miteigentumsanteilen:

Diese Anteile sind die Grundlage für die Verteilung der Kosten des Gemeinschaftseigentums (§ 16 Abs. 2 WEG), also allen Ausgaben, die nicht vom Sondereigentümer selbst getragen werden.

Meist beruht die Umlegung der Kosten auf dem Verhältnis der Wohnflächen der Eigentumswohnungen.

Auf den Eigentümer mit den meisten Miteigentumsanteilen kommen demnach auch die höchsten Kosten zu.

Umlage der Kosten für Rauchwarnmelder nach Stückzahl:

Enthält die Gemeinschaftsordnung allerdings eine Öffnungsklausel, so können die Kosten statt nach Miteigentumsanteilen auch nach der Zahl der in der Wohnung verbauten Rauchwarnmelder im Verhältnis zur Gesamtzahl der Melder verteilt werden.
D.h. die Eigentümer bezahlen für die Stückzahl der Rauchwarnmelder, die in der Wohnung installiert sind.

Wenn die Teilungserklärung keine Öffnungsklausel enthält, kann diese Art der Umlage allerdings von den Eigentümern zur Anfechtung führen.

Wir empfehlen die Umlage nach Miteigentumsanteilen. Hierfür müssen Sie keine Prüfung, ob eine rechtswirksame Öffnungsklausel in der Teilungserklärung vorhanden ist, vornehmen.

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Über die Autorin:
Melanie Zott, Fachfrau für Messtechnik und Auftragsbearbeitung
bei BFW-Wärmedienst in Gärtringen