Kann der Mieter die Wartung auch selbst durchführen?

Grundlage für die Wartung von Rauchwarnmeldern ist die DIN 14676 Kapitel 6. Dort ist geregelt, wie und in welchem Zeitraum die Wartung erfolgen muss.
(Die DIN erhalten sie beim Beuth-Verlag: www.beuth.de)

Die Wartung muss mindestens einmal im Abstand von 12 Monaten mit einer Schwankungsbreite von höchsten +/- 3 Monaten erfolgen. Alle uns bekannten Hersteller halten sich in Ihren Vorgaben an die in der DIN genannten Fristen.

Die Landesbauordnung Baden-Württemberg §15 (7) schreibt:

Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt die Verpflichtung selbst.

Das bedeutet: Der Eigentümer kann die Pflicht zur regelmäßigen Wartung der Rauchwarnmelder seinem Mieter übertragen.

Doch nach § 823 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch ist für die Verkehrssicherung eines Gebäudes der Eigentümer zuständig.
Er muss für die Funktionssicherheit der Rauchwarnmelder sorgen.

Die Wartung umfasst eine Alarm- und Sichtprüfung: Die Rauchwarnmelder müssen, falls nötig, entstaubt und gereinigt werden. Eine Prüfung auf mechanische Beschädigungen ist ebenso wichtig. Der vorgegebene Mindestabstand von 50 cm zu z.B. Lampen oder anderen Gegenständen muss eingehalten werden. Auch die Prüfung auf Nutzungsänderungen
(Z. B. aus Schlaf- wird Arbeitszimmer oder umgekehrt) ist relevant.

Es ist kaum nachprüfbar, ob und wie gut ein Mieter diese Prüfungen der Rauchwarnmelder erbringt. Ein Beispiel: Der Mieter hat einen Unfall und kann aus gesundheitlichen Gründen die Rauchwarnmelder nicht mehr ordnungsgemäß kontrollieren, meldet dies aber nicht. In der Wohnung oder im Haus bricht ein Feuer aus und Ihr Mieter schläft und wird von den Rauchwarnmeldern nicht rechtzeitig gewarnt. Innerhalb wenigen Minuten entwickelt sich ein tödlicher Rauch.

Kann eine regelmäßige Wartung nicht nachgewiesen werden, haftet der Eigentümer für den entstandenen Schaden. Der Mieter kann gegen seinen Vermieter gegebenenfalls Schadenersatzansprüche geltend machen.

Im Schadensfall kommt es auf Nachweise an, die dann oft in der Wohnung aufbewahrt wurden, in der es gebrannt hat.

Wir von BFW sind Spezialisten für Rauchwarnmelder. Überlassen Sie uns den Einbau und die jährliche Wartung der Geräte. Die Dokumentation der Überprüfung mit Unterschrift und Archivierung ist bei uns sicher und mehrfach gespeichert – das kann im Haftungsfall entscheidend sein.

Die jährliche Sichtprüfung der Rauchwarnmelder kann zusammen mit der Jahresablesung arrangiert werden.
Ihr Vorteil - zusätzliche Fahrtkosten bleiben aus.

Die Kosten der Wartung für Rauchwarnmelder sind Betriebskosten im Sinne des § 2 Nr. 17 BetrKV und somit grundsätzlich auf Ihre Mieter umlagefähig.

Über die Autorin:
Melanie Zott, Fachfrau für Messtechnik und Auftragsbearbeitung
bei BFW-Wärmedienst in Gärtringen